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Früher hatte ich Angst vor Gespenstern

Wir sind noch hier

2014-10-016

Einen großen Teil meiner Kindheit verbrachte ich in einem 135-Seelenort. 135 Menschen, das ist in manchen Städten nicht einmal eine halbe Straße, so wenige Leute befinden sich nicht einmal in einem Zug, in einer Schule, in einem Kaufhaus. Ein großer Teil dieser Bewohner war irgendwas zwischen Säugling und Teenager, unwissend, so wie ich.

Dort wurde, durch die geringe Anzahl von Menschen, sehr wenig gestorben. Und wenn, dann starben nur jene Menschen die alt und grau und grantig waren. Diejenigen, die schimpften, wenn wir unsere Kreidebilder bis auf ihr Grundstück malten, unsere Räder an ihre Gartenzäune lehnten; es starben nur jene, die ständig die ohnehin schon sauberen Fenster putzten oder sich mühsam durch eine der drei Straßen schleppten – Menschen die man kaum kannte und daher nur am Rande wahrnahm. Erkrankungen, die bis über einen Schnupfen hinaus gingen, gab es keine, zumindest wurde darüber nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen. Ich erinnere…

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Über Wolfhilta

Wo viel Licht ist, ist starker Schatten.

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